Fehlende Seiten & Weiterleitungen (404 / 301)
Hier siehst du aufgerufene Adressen, die es auf deiner Website nicht (mehr) gibt (404-Fehler), lässt sie dir von der KI einordnen und richtest dafür bei Bedarf Weiterleitungen ein. Besonders wertvoll beim Relaunch: alte URLs laufen sonst ins Leere, samt ihres Google-Rankings.
Der Ablauf hat drei Stufen: Bot-Rauschen wird automatisch herausgefiltert, was übrig bleibt ordnet die KI auf Nachfrage ein, und entscheiden tust du (weiterleiten oder ignorieren).
Zu finden in der Verwaltung unter Fehlende Seiten.
Bot-Rauschen wird ausgefiltert
Offensichtliche Bot- und Scanner-Zugriffe (Suche nach WordPress, .php-Abfragen, Versuche auf .env, .git, phpmyadmin usw.) werden automatisch herausgefiltert. In der Liste stehen also die echten Fehltreffer, nicht das ständige Hintergrundrauschen des Internets, damit du dich auf die relevanten URLs konzentrieren kannst.
Weiterleitung direkt aus der Liste
Neben jeder fehlenden Seite trägst du einfach ein Ziel ein und legst mit einem Klick eine 301-Weiterleitung an. Beim nächsten Aufruf dieser alten Adresse wird der Besucher (und Google) dauerhaft auf das neue Ziel geleitet.
Einträge dauerhaft ignorieren
Nicht jeder Eintrag ist ein Problem. Adressen wie /favicon.ico fragt jeder Browser von sich aus ab, ganz ohne dass jemand darauf verlinkt hat. Willst du so einen Eintrag nicht mehr sehen, klick auf den Papierkorb in der Zeile: der Pfad verschwindet dauerhaft aus der Liste und taucht auch bei neuen Aufrufen nicht wieder auf. Verklickt? Unter der Liste erscheint dann „N ignoriert · wieder anzeigen", damit kommt alles zurück.
404-Einträge von der KI auswerten und einordnen
Eine Liste von URLs sagt dir noch nicht, was zu tun ist. Genau das übernimmt der KI-Assistent: rechts unten das runde Sprechblasen-Symbol (wie im Studio-Editor), das ein Chatfenster öffnet.
Er kennt den Zusammenhang, nicht nur die einzelne Adresse: die protokollierten Einträge samt Aufrufzahlen, die Seiten, die es auf deiner Website wirklich gibt, und die bereits eingerichteten Weiterleitungen.
Einordnen heißt: Er sortiert einen Eintrag in eine von vier Kategorien und leitet daraus die Empfehlung ab.
| Kategorie | Was es ist | Empfehlung |
|---|---|---|
| Technische Anfrage | Adressen, die Browser, Suchmaschinen oder Apps von sich aus abfragen (z. B. /favicon.ico). Niemand hat darauf verlinkt. |
Datei bereitstellen oder ignorieren. Eine Weiterleitung wäre hier falsch. |
| Ehemaliger Inhalt | Sieht nach einer früher existierenden Seite aus, typisch nach einem Relaunch. | 301 auf die inhaltlich passende heutige Seite. |
| Tippfehler / falsch gesetzter Link | Nah an einer bestehenden Seite (/kontackt statt /kontakt). |
301 auf die gemeinte Seite. |
| Rest-Müll | Was der Bot-Filter nicht erwischt hat. | Ignorieren. |
Fragen kannst du frei, z. B. „Was bedeutet /favicon.ico?", „Was soll ich weiterleiten?" oder „Was kann ich gefahrlos ignorieren?". Am schnellsten geht es über das Fragezeichen in einer Zeile: das öffnet den Assistenten und fragt sofort zu genau diesem Pfad.
Zwei Dinge, auf die du dich verlassen kannst:
- Als Ziel schlägt er nur Seiten vor, die es bei dir wirklich gibt. Er erfindet keine Seiten, und wenn kein passendes Ziel existiert, sagt er das.
- Er empfiehlt nur, er ändert nichts. Weiterleiten und Ignorieren bleiben dein Klick. Ein hoher Aufrufzähler heißt übrigens nicht „wichtig", das sind oft Bots.
Weiterleitungen verwalten
Im Bereich Weiterleitungen siehst du alle Regeln, wie oft sie schon gegriffen haben (Treffer-Zähler), und kannst sie löschen. Weiterleitungen kannst du auch vorausschauend anlegen, bevor überhaupt ein 404 aufgetreten ist, etwa direkt beim Relaunch, wenn du die alten Adressen ohnehin kennst:
- Von: der alte Pfad, z. B.
/alte-seite. - Nach: ein interner Pfad (
/neue-seite) oder eine vollständige Adresse (https://…). - Code: 301 (dauerhaft) für einen echten Umzug (empfohlen, Google überträgt das Ranking) oder 302 (temporär).
Die Weiterleitung wird beim Aufruf vor der 404-Meldung angewandt.
Gut zu wissen
- Aus Sicherheitsgründen sind als Ziel nur interne Pfade und
http(s)-Adressen erlaubt, keinjavascript:o. Ä. - Eine Weiterleitung auf sich selbst (Schleife) wird abgelehnt.
- Steht bei den fehlenden Seiten „Noch keine protokolliert", ist das ein gutes Zeichen.